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Hauseinsturz in Görlitz: Suche nach Vermissten ohne Erfolg – Einsatzkräfte im Dauereinsatz

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Jonas Fischer
Gesellschaft - 21 Mai 2026

Die Suche nach den drei Vermissten nach dem Hauseinsturz im sächsischen Görlitz am Montagabend blieb auch am dritten Tag ohne Erfolg. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) arbeiten seit den frühen Morgenstunden unter schwierigen Bedingungen ununterbrochen weiter.

„Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur.

An der Unglücksstelle herrschte zeitweise absolute Stille. Anja Weigel, Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, erläuterte am Abend: Die Einsatzkräfte hätten Hohlräume freigelegt, die nun von THW-Kräften mit Sonden geortet würden. „Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle.“

Allen Beteiligten ist bewusst: Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass Verschüttete bis zu 72 Stunden unter den Trümmern überleben können. Eine Sprecherin der Polizei in Görlitz sagte, Prognosen über die Wahrscheinlichkeit, die Vermissten bald zu finden, seien nicht möglich. Das denkmalgeschützte Gründerzeithaus war am Montag gegen 17.30 Uhr eingestürzt.

Im Laufe des Mittwochs kamen die Arbeiten nach Einschätzung der Feuerwehr gut voran. Die Trümmerteile des Hauses mussten buchstäblich per Hand oder mit schwerem Gerät abgetragen werden. Mehrere Radlader, Bagger und Kräne waren im Einsatz.

„Grundsätzlich gehen wir immer davon aus – solange wir das Gegenteil nicht bewiesen haben – dass es noch Überlebende gibt“, sagte Feuerwehrchefin Anja Weigel. „Die Chancen sinken natürlich mit jeder Stunde.“ Sie fügte hinzu: „Aber wenn wir Glück haben, ist vielleicht eine Person in einem Hohlraum eingeschlossen. Vielleicht gibt’s ja ein Wunder.“

Bei den Vermissten handelt es sich um zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie um einen 48-jährigen Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufhielt.

Die Arbeit an dem eingestürzten Haus stellt für die Rettungskräfte eine enorme körperliche Belastung dar. Hinzu kommt der Staub in den Trümmern, wie Daniel Hofmann, Sprecher der THW-Einsatzleitung, betonte.

„Wir haben ein Acht-Stunden-Schichtsystem, sodass wir permanent mindestens zwei Bergungsgruppen am Arbeiten haben, die acht Stunden arbeiten, dann abgelöst werden, 16 Stunden Ruhe haben und dann wiederkommen“, erklärte Hofmann. „Das ist natürlich auch mental belastend.“

Vom Haus sei kaum noch etwas zu erkennen. „Die Trümmer stapeln sich ungefähr bis zur zweiten Etage. Es ist tatsächlich ein Schutthaufen, wie man ihn sich auf einem großen Abriss vorstellt“, sagte der THW-Sprecher. „Der Geruch ist vergleichbar.“

Uwe Olschok vom Technischen Hilfswerk in Bautzen erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dies sei kein Alltagseinsatz gewesen – auch wegen der Möglichkeit, die Vermissten nicht lebend zu bergen. „Wir sind natürlich auf solche Einsätze vorbereitet. Man spricht im Vorfeld darüber.“ Aber es nehme einen mit, wenn es Tote zu beklagen gebe.

In Sichtweite des Unglücksortes steht ein Zelt, in das sich Angehörige zurückziehen können. Dort ist auch ein Team aus drei Notfallseelsorgern ansprechbar. Frank Hirschmann, Leiter der Notfallseelsorge des Landkreises Görlitz, sagte, den Angehörigen werde auch eine Übernachtungsmöglichkeit an einem anderen Ort angeboten.

„Aber sie wollen da sein und sehen, was geschieht. Und das kann man auch verstehen.“ Für sie sei das Warten und die damit verbundene Unsicherheit kaum zu ertragen.

Einer der Angehörigen berichtete, dass seine Verlobte und deren Cousine sich im Haus befanden, als es einstürzte. Die drei wollten gemeinsam Urlaub in Görlitz machen. Der Mann war beim Einkaufen, als das Unglück geschah. Er bleibt in der Hoffnung, dass die beiden Frauen gerettet werden.

Auf der Straße waren immer wieder Anwohner der Nachbargebäude zu sehen – teils mit großen Taschen oder Koffern, um ihre wichtigsten Habseligkeiten zu holen. „Man ist ja nur indirekt betroffen“, sagte Christoph Wittig, einer von ihnen. „Aber es ist trotzdem ein Riesenschreck.“

Sie könnten bei Freunden übernachten, erzählte er. Trotz allem gehe der Alltag weiter, daher wolle er Schulsachen und sein Fahrrad abholen. „Der Knall war enorm“, berichtete er von dem Unglück. Das Haus habe gewackelt. „Da wir gut versorgt sind und emotional aufgefangen, ist das jetzt ertragbar.“

Für die Einsatzkräfte geht die Arbeit weiter, bis Klarheit über das Schicksal der Vermissten herrscht. In den Trümmern gibt es Hohlräume, in denen Menschen überleben könnten. Wenn solche Stellen entdeckt werden, konzentriert sich die Suche darauf. THW-Mitarbeiter untersuchen sie mit speziellen Kameras – bislang jedoch ohne Ergebnis.

Die Einsatzkräfte arbeiten unermüdlich, doch mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung. Die Stadt Görlitz bangt weiterhin um die drei Vermissten.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Stern.de umgeschrieben.
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