t>
TRENDING

Chinesischer Automarkt: Verkäufe im April drastisch eingebrochen

2 minutes reading View : 29
Avatar-Foto
Anna Müller
Technologie - 18 Mai 2026

Der chinesische Automarkt, der bereits seit Monaten schwächelt, hat im April einen weiteren empfindlichen Dämpfer erlitten. Die Verkäufe von Personenkraftwagen fielen im Jahresvergleich um 21,5 Prozent auf nur noch 1,4 Millionen Einheiten, wie der Branchenverband PCA am Montag mitteilte. Dies ist der tiefste Stand für einen April seit 2022, als die Pandemie-Lockdowns den Markt lähmten.

Vor allem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verloren drastisch an Boden: Ihre Verkäufe brachen um rund ein Drittel ein. Als Hauptgrund nennt der Verband den sprunghaft gestiegenen Ölpreis infolge des Iran-Kriegs, der die Betriebskosten für Benziner und Diesel in die Höhe treibt. Auch die sogenannten New Energy Vehicles (NEV) – also reine Elektroautos sowie Hybride – mussten einen Rückgang um fast sieben Prozent hinnehmen.

Die Nachfrage nach Elektroautos leidet bereits seit Monaten unter gekürzten staatlichen Förderungen. Selbst die stark gestiegenen Spritpreise konnten den Stromern in diesem Umfeld keinen neuen Schub verleihen. PCA-Generalsekretär Cui Dongshu bezeichnete den Einbruch bei den Verbrennern als „unerwartet deutlich“ und führte ihn auf den spürbaren Effekt des Ölpreisanstiegs zurück.

Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf dem chinesischen Automarkt auf 18,5 Prozent. Angesichts der schwachen Konjunktur in der Volksrepublik stellen viele Verbraucher den teuren Autokauf zurück. Laut dem Branchenexperten Li Yanwei, Berater des chinesischen Autohändlerverbands, fiel der Anteil der Autokäufe am privaten Konsum im ersten Quartal auf den niedrigsten Wert seit mindestens fünf Jahren.

Auch die deutschen Autokonzerne bekommen die Krise zu spüren. Volkswagen kämpft mit der aggressiven Preispolitik lokaler Anbieter und arbeitet daran, neue Elektromodelle zu entwickeln, die bei den Kunden besser ankommen. Mercedes, BMW und Porsche leiden unter der Kaufzurückhaltung wohlhabender Chinesen und sehen sich einem zunehmend intensiven Wettbewerb durch heimische Rivalen ausgesetzt, der ihre einstigen Milliardengewinne schmälert.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
Share Copied