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Görlitz: Drei Tote nach Hauseinsturz – Ursache noch ungeklärt

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Sarah Hoffmann
Gesellschaft - 22 Mai 2026

Drei Menschen starben beim Einsturz eines Gründerzeithauses in Görlitz – die Ursache des Unglücks bleibt vorerst unklar. „Es geht jetzt langsam an die Ursachenforschung“, erklärte ein Polizeisprecher, nachdem die dritte Leiche geborgen worden war. „Der Ereignisort wird nun peu à peu an die Polizei übergeben, unsere Kriminaltechniker werden ihre Arbeit aufnehmen.“

Die Suche nach Vermissten sei abgeschlossen. „Nach bisherigem Erkenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir alle Vermissten geborgen haben“, so der Polizeisprecher.

Das Mehrfamilienhaus in der James-von-Moltke-Straße, nahe dem Görlitzer Bahnhof, war am Montagabend vollständig eingestürzt. In dem Gebäude befanden sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen. Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) vermutete zunächst eine Gasexplosion. Wenige Stunden nach dem Einsturz entdeckten Einsatzkräfte tatsächlich ein Gasleck. „Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen“, hieß es zuletzt.

Dutzende Einsatzkräfte suchten unermüdlich im Trümmerberg nach drei Vermissten. Sie arbeiteten sich teils mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Schutt, unterstützt von Spürhunden. Für die Bergung schwerer Trümmerteile kamen Radlader, Bagger und Kräne zum Einsatz.

Notfallseelsorger sowie ein rumänischer Pfarrer aus Dresden und ein rumänisch-ukrainischer Pfarrer aus Zittau betreuten die Angehörigen vor Ort. Sie kümmerten sich unter anderem um einen Rumänen, dessen Verlobte und Cousine sich zum Zeitpunkt des Einsturzes im Haus befanden. Die drei wollten in Görlitz Urlaub machen. Der Mann war gerade einkaufen, als das Unglück geschah.

Am Donnerstag kam für ihn die traurige Gewissheit: Die Leiche einer 25-jährigen Rumänin wurde gefunden, wenig später die einer 26-Jährigen. Am frühen Abend entdeckten die Suchteams eine dritte Leiche. „Es handle sich um einen Mann, mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit“, sagte der Polizeisprecher. Der Tote werde nun in der Rechtsmedizin untersucht.

Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands, liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und zählt rund 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet sie zusammen mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen, im Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstörten Altstadt ist Görlitz ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.

Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in Bahnhofsnähe. Nach dem Einsturz wurde der Bereich weiträumig evakuiert und abgesperrt.

Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern an. Die Kriminalpolizei prüft alle technischen und menschlichen Faktoren, die zu dem Einsturz geführt haben könnten.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Stern.de umgeschrieben.
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