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Der Deutsche Ärztetag hat in Hannover ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gefordert. Angesichts wachsender Sorgen über gesundheitliche Folgen digitaler Medien plädieren die Ärzte für deutlich strengere Regeln, wie die Bundesärztekammer mitteilte.
Die Plattformbetreiber müssten junge Nutzerinnen und Nutzer besser vor suchtfördernden Algorithmen, schädlichen Inhalten, Cybermobbing und Grooming schützen. Dies sei eine zentrale Forderung des Beschlusses.
Zwar seien digitale Medien fester Bestandteil des Alltags und böten Chancen für Bildung, Kommunikation und Teilhabe. Zugleich nähmen jedoch die gesundheitlichen Risiken durch exzessive oder suchtartige Nutzung sozialer Medien, digitaler Spiele, Streaming-Angebote und anderer Plattformen zu.
Übermäßiger Medienkonsum könne sich negativ auf Sprachentwicklung, Aufmerksamkeit, Schlaf, motorische Entwicklung sowie die soziale und emotionale Reifung auswirken. Ziel der strengeren Regeln sei nicht der Ausschluss von der digitalen Teilhabe, sondern die Förderung einer altersgerechten Nutzung gemeinsam mit Eltern und Schulen.
Darüber hinaus fordert der Ärztetag den Gesetzgeber auf, Prävention, Früherkennung und Behandlung problematischer Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen auszubauen. Die Ärzte sehen hier dringenden Handlungsbedarf.
