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ADAC in der Krise: Wie viel Automobil-Lobby verträgt der Club?

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Sarah Hoffmann
Wirtschaft - 21 Mai 2026

Der ADAC, Europas größter Automobilclub, steht vor einem grundlegenden Dilemma: Einerseits ist er Interessenvertreter für Millionen Autofahrer, andererseits gerät er zunehmend unter Druck, sich von der reinen Automobil-Lobby zu lösen. Die scheinbar einfache Frage „Wie viel Auto verträgt der ADAC noch?“ entpuppt sich als komplexe strategische Herausforderung für den Verein mit seinen über 22 Millionen Mitgliedern. Kritiker werfen dem Club vor, zu sehr an traditionellen Verbrennungsmotoren festzuhalten und die Verkehrswende zu verschleppen.

Besonders brisant ist die Debatte um die geplante Übernahme der Tankstellenkette OMV durch die ADAC-Tochter „ADAC Autowelt“. „Hier kollidieren die Interessen eines modernen Mobilitätsdienstleisters mit denen eines klassischen Autoclubs“, sagt Verkehrsexperte Stefan Gössling von der Universität Lund. „Der ADAC muss endlich Farbe bekennen, ob er Teil der Lösung oder Teil des Problems sein will.“ Der Club selbst betont, man wolle die Infrastruktur der Tankstellen nutzen, um Ladesäulen für E-Autos auszubauen, doch die Skepsis bleibt groß.

Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf zwischen den Traditionalisten im Verein, die auf das Kerngeschäft Pannenhilfe und Mitgliederbindung setzen, und jenen Kräften, die den ADAC als modernen Mobilitätsdienstleister für Fahrrad, Bahn und Carsharing positionieren wollen. „Wir können nicht nur auf das Auto starren, wenn die gesamte Gesellschaft nachhaltiger werden muss“, so ein hoher ADAC-Funktionär, der anonym bleiben möchte. „Die Mitglieder erwarten von uns eine ehrliche Beratung, keine Einbahnstraße in Richtung Verbrenner.“

Die finanzielle Herausforderung ist immens: Der ADAC erwirtschaftet einen Großteil seiner Einnahmen durch Dienstleistungen rund ums Auto – von der Pannenhilfe über Gutachten bis hin zu Reiseangeboten. Ein radikaler Kurswechsel könnte diese Einnahmen gefährden. „Wir müssen die Brücke schlagen zwischen dem, was wir gut können, und dem, was die Zukunft braucht“, erklärte ADAC-Präsident Christian Reinicke in einer internen Mitgliederversammlung. „Das wird nicht von heute auf morgen gehen, aber wir sind auf einem guten Weg.“

Ob dieser Weg ausreicht, um die Glaubwürdigkeit des Clubs zu erhalten, ist fraglich. Der ADAC steht vor einem Spagat: Einerseits muss er seine Kernkompetenz – die Hilfe für Autofahrer – bewahren, andererseits darf er nicht als Bremser der Mobilitätswende dastehen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Club die Kurve bekommt oder ob die Frage „Wie viel Auto verträgt der ADAC noch?“ zur Existenzfrage wird.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Stern.de umgeschrieben.
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