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Ebola-Ausbruch im Kongo: 246 Verdachtsfälle, Forscher warnen vor Katastrophe

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Jonas Fischer
News - 18 Mai 2026

Die Gesundheitsbehörde Africa CDC bestätigt einen erneuten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. In der Provinz Ituri, die an Uganda und den Südsudan grenzt, sind vier Menschen gestorben. Insgesamt wurden 13 Infektionen labordiagnostisch bestätigt, hinzu kommen 246 Verdachtsfälle und 65 Todesfälle.

Erste Laborergebnisse deuten auf einen anderen Virustyp als den häufig vorkommenden Zaire-Ebolavirus hin. Ergebnisse der Sequenzierung werden in den nächsten 24 Stunden erwartet.

„Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal“, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner an der Berliner Charité, der bereits mehrfach bei Ebola-Einsätzen war. Angesichts von fast 250 Verdachtsfällen müsse der Ausbruch seit Monaten unentdeckt geblieben sein. „Vermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe bereits am 5. Mai erste Hinweise erhalten und Experten entsandt, berichtete WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Erste Tests seien negativ gewesen, nun seien die Fälle bestätigt. Für Sofortmaßnahmen stellt die WHO 500.000 US-Dollar (431.000 Euro) zur Verfügung. Die Nachverfolgung der Infektionswege und Präventionsmaßnahmen müssten verstärkt werden.

Da sich der Ausbruch in einer städtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen ereignet, ist die Gesundheitsbehörde CDC besorgt über das Risiko einer weiteren Ausbreitung. „Das erhöht natürlich die Übertragungsrate“, sagte WHO-Afrika-Direktor Mohamed Yakub Janabi. Zudem sei die betroffene Region 1700 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, was die Hilfe erschwere.

Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit den Gesundheitsbehörden aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen wurde einberufen.

Uganda bereitet sich auf mögliche Fälle vor. Die Gesundheitsministerin Jane Ruth Aceng teilte mit, dass das nach früheren Epidemien eingeführte Überwachungssystem aktiviert und die Bevölkerung aufgefordert worden sei, verdächtige Fälle zu melden.

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird. Laut Robert Koch-Institut liegt die Sterblichkeit unbehandelter Fälle bei bis zu 90 Prozent. Bei einem Ausbruch in Westafrika 2014/2015 starben mehr als 11.000 Menschen.

In der DR Kongo wurden zuletzt im September 2025 Ebola-Fälle bekannt. Der damalige Ausbruch in der Provinz Kasaï forderte 45 Todesopfer und wurde drei Monate später für beendet erklärt. Es war der insgesamt 16. Ebola-Ausbruch in dem Land seit 1976.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Stern.de umgeschrieben.
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