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PC-Selbstbau: Massiver Nachfrageeinbruch erwartet

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Laura Weber
Technologie - 18 Mai 2026

Der Markt für PC-Selbstbau steht vor einem massiven Nachfrageeinbruch. Hersteller von Komponenten und Komplettsystemen stellen sich auf drastisch sinkende Verkaufszahlen im zweiten Halbjahr ein. Besonders betroffen ist der Selbstbau-Bereich, in dem private Nutzer ihre Rechner eigenständig zusammenstellen.

Marktführer Asus soll Prognosen zufolge Schwierigkeiten haben, im laufenden Jahr die Marke von zehn Millionen Mainboard-Verkäufen zu erreichen. 2025 setzte das Unternehmen noch über 15 Millionen Stück ab. Dies berichtet die taiwanische Fachpublikation Digitimes unter Berufung auf Branchenkreise.

Auch die Wettbewerber auf den Plätzen zwei bis vier müssen mit deutlichen Einbußen rechnen. Bei MSI und Gigabyte soll der Absatz um jeweils rund 25 Prozent auf 8,4 bis 9 Millionen Einheiten fallen. Asrock könnte mit einem Rückgang um 37 Prozent auf nur noch 2,7 Millionen Mainboards besonders schlecht abschneiden.

Noch stärker fallen die Rückgänge bei Lieferungen an PC-Hersteller aus. Für MSI ist etwa ein Minus von 60 Prozent bei Partnern wie Lenovo im Gespräch. Digitimes, das über gute Kontakte zu den taiwanischen Mainboard-Produzenten verfügt, zitiert Insider mit den Worten: ‚Einbruch auf ganzer Linie‘.

Immerhin können Asus und Gigabyte den Umsatzverlust im Mainboard-Geschäft durch ein florierendes Servergeschäft abfedern. Schlechter sieht es dagegen für kleinere Zulieferer aus. Sie könnten nach Einschätzung von Marktbeobachtern sogar vor dem Aus stehen.

Auch AMDs Finanzchefin Jean Hu gab bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang Mai eine pessimistische Prognose ab. Sie erwartet einen Rückgang des Gaming-Umsatzes um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Da die Weihnachtszeit traditionell umsatzstark ist, könnte der Jahresvergleich noch schlechter ausfallen.

Der Gaming-Umsatz bei AMD setzt sich hauptsächlich aus Desktop-Grafikkarten und Prozessoren für Spielkonsolen zusammen. Der prognostizierte Rückgang untermauert nach Einschätzung von Analysten die angespannte Lage des gesamten PC-Marktes.

Hauptgrund für den Einbruch ist die massive Verteuerung von Arbeitsspeicher und SSDs. Cloud-Hyperscaler wie Amazon, Microsoft oder Google kaufen für ihre KI-Rechenzentren nahezu das gesamte verfügbare Angebot auf und treiben die Preise in die Höhe. Speicher wird so zum Luxusgut.

Hinzu kommen sekundäre Effekte, die Kaufanreize reduzieren. So hat Nvidia einen geplanten Super-Refresh seiner GeForce-RTX-5000-Serie verschoben oder ganz gestrichen. Dadurch fehlen laut Digitimes wichtige Impulse für Neukäufe.

Die nächste Generation GeForce RTX 6000 wird nach aktueller Planung frühestens 2028 auf den Markt kommen. Auch bei Prozessoren steigen die Preise, weil AMD und Intel ihre Kapazitäten verstärkt auf das margenstarke Servergeschäft konzentrieren.

Angesichts dieser Faktoren zeichnet sich für den PC-Selbstbau-Markt eine düstere Perspektive ab. Die Hoffnungen der Hersteller ruhen nun auf dem Weihnachtsgeschäft, doch selbst dort sind deutliche Rückgänge programmiert.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
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