Tiger-Ausbruch in Schkeuditz: Anwohnerin berichtet von erschütterter Idylle

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Laura Weber
Gesellschaft - 18 Mai 2026

Einen Tag nach dem Ausbruch eines Tigers in Schkeuditz bei Leipzig sind die Anwohner erleichtert. „Unsere Idylle war gestern erschüttert“, sagt Silvia Kaempf. Sie besitzt eine Laube im angrenzenden Kleingartenverein und war gerade mit ihrem Ehemann angekommen, als Polizisten sie über die Flucht des Raubtiers informierten.

Die 68-Jährige berichtet: „Wir sollten sofort ins Auto und abschließen.“ Sie sah, wie Polizisten auf ein Autodach stiegen und dreimal auf den Tiger schossen. Das Tier lag nur wenige Meter von einem kleinen Zaun zur Kleingartenanlage entfernt. „In der Situation waren wir schon aufgeregt und es gab eine innere Anspannung“, fügt sie hinzu.

Nach der Entwarnung durften sie ihr Auto verlassen. Kaempf hofft nun, dass die restlichen Tiere in gute Hände kommen. Der Tiger war am Sonntag aus einer privaten Anlage einer ehemaligen Zirkus-Artistin in einem Gewerbegebiet entkommen und hatte einen 72-Jährigen schwer verletzt.

Die Polizei erschoss das Tier später im Bereich einer Gartenanlage. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Beamten keine Gefahr mehr. Weitere Tiere seien nicht entkommen, doch wie viele sich dort noch aufhalten, ist unklar.

Am Tag nach dem Vorfall streifen weitere ausgewachsene Tiger durch ihren Zirkuswagen – einen Lastwagenauflieger, der auf ganzer Breite von einem gittergesicherten Zaun umgeben ist. Die Besitzerin ist nicht zu sprechen.

Die Rettung des verletzten Tierpflegers stand unter Polizeischutz. „Wir wussten zu diesem Zeitpunkt ja nicht, ob noch weitere Tiere frei herumlaufen“, schildert Einsatzleiter Patrick Siebeck von der Feuerwehr Dölzig. Der 72-Jährige erlitt mehrere Biss- und Kratzverletzungen und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.

Neben mehreren Großfahrzeugen der Feuerwehr kam auch eine Drohne zum Einsatz, um die Lage aus der Luft zu überwachen. Die Anwohner sind heilfroh, dass die Behörden nun gezwungen sind, gegen die private Tigerhaltung vorzugehen.

Ein Gewerbetreibender aus unmittelbarer Nachbarschaft sagt: „Meine Mitarbeiter haben jeden Morgen vom Auto aus erst einmal geschaut, ob alles sicher ist, ehe sie ausgestiegen sind.“ Er selbst habe jahrelang Albträume gehabt.

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen aufgenommen. Was mit den anderen Tieren geschehen soll, bleibt unklar.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Stern.de umgeschrieben.
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