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Apple-Chips von Intel: Analyst bestätigt Testproduktion im kleinen Maßstab

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Laura Weber
Technologie - 18 Mai 2026

Seit zehn Jahren setzt Apple bei der Fertigung seiner iPhone-Prozessoren ausschließlich auf den taiwanischen Hersteller TSMC. Obwohl TSMC derzeit auch eine Produktion in den USA aufbaut, strebt Apple aus strategischen und politischen Gründen nach mehr Diversifizierung. Ein zweiter Partner ist nun offenbar gefunden: Intel, der langjährige Lieferant von Mac-Prozessoren, soll eine kleine Probeproduktion für verschiedene Apple-Chips gestartet haben.

Das berichtet der gut vernetzte Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities. Kuo, der in Apples Lieferkette als exzellent informiert gilt, erklärte, Intel verwende für die erste Charge eine verfeinerte Version seines aktuellen Fertigungsprozesses 18A, genannt 18A-P. Dabei handle es sich um Legacy- beziehungsweise Low-End-Apple-Silicon-Chips – nicht nur für das iPhone, sondern auch für iPad und Mac.

Die Testproduktion beginne nun im kleinen Maßstab. Laut Kuo sind 80 Prozent der Chips für iPhones vorgesehen, der Rest verteilt sich auf iPad und Mac. Dieses Verhältnis entspreche den aktuellen Verkaufszahlen. Nach den Tests in diesem Jahr soll die Serienproduktion 2027 anlaufen und 2028 weiter ausgebaut werden. Für 2029 sei eine mögliche Reduzierung der Stückzahlen denkbar.

Konkrete Angaben, welche Apple-Silicon-Chips Intel zuerst fertigen wird, macht Kuo nicht. Apple teste jedoch auch neuere, kommende Intel-Prozesse. Die Yield-Ziele – also der Anteil funktionsfähiger Chips – habe Intel auf 50 bis 60 Prozent oder höher festgelegt. Dennoch bleibe TSMC mit großem Abstand der wichtigste Lieferant: Kuo schätzt, dass TSMC künftig 90 Prozent des Gesamtbedarfs decken wird.

Pikant: Laut Kuo sieht Intel die Zusammenarbeit mit Apple intern noch mit gemischten Gefühlen. Die Börse habe die Nachrichten jedoch positiv aufgenommen und den Aktienkurs des einstigen Chip-Königs der x86-Ära beflügelt. Kuo betont, dass die Verhandlungen zwischen Apple und Intel bereits seit längerer Zeit laufen – deutlich vor den aktuellen Lieferengpässen bei TSMC, die durch die hohe Nachfrage nach KI-Chips ausgelöst wurden.

Apple plane, Intel langfristig als wichtigen Lieferanten zu etablieren. Es werde jedoch Jahre dauern, bis fortschrittliche Chips bei Intel in Auftrag gegeben werden, so Kuo weiter. Apple gelte als sehr anspruchsvoller Kunde mit hohen Qualitätsanforderungen.

TSMC bleibt Analysten zufolge auf absehbare Zeit die klare Nummer eins für die Fertigung von Apple Silicon. Die Zusammenarbeit mit Intel diene primär der Risikostreuung und der Sicherung der Lieferketten.

Die Entwicklung zeigt, dass Apple trotz der dominanten Stellung von TSMC gezielt nach Alternativen sucht. Intel könnte langfristig von diesem Schritt profitieren, muss aber zunächst die hohen Hürden bei Qualität und Ausbeute meistern.

Ob und wann Intel tatsächlich größere Stückzahlen für Apple produzieren wird, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch auf Ausbau: Ab 2027 könnte Intel einen messbaren Beitrag zur Apple-Silicon-Fertigung leisten.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
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