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Der Soundtrack des Videospiels „Doom“ ist ab sofort Teil der National Recording Registry der USA. Die US-Kongressbibliothek nahm die von Bobby Prince komponierte Musik gemeinsam mit Werken von Taylor Swift, Beyoncé und Weezer in das Verzeichnis auf.
Die Library of Congress gab die Auswahl in einer Pressemitteilung bekannt. Das National Recording Registry dokumentiere Tondokumente, die „kulturell, historisch oder ästhetisch wichtig“ seien, heißt es aus der Nationalbibliothek. Die Liste umfasst neben Musikstücken auch Reden wie Martin Luther Kings „I Have a Dream“ oder die D-Day-Ansprache Dwight Eisenhowers.
Jeder US-Bürger kann Vorschläge für die Aufnahme einreichen. Die endgültige Auswahl trifft der Librarian of Congress, derzeit kommissarisch Robert Newlen, nachdem Präsident Donald Trump Vorgängerin Carla Hayden im Mai 2025 entlassen hatte.
Videospielmusik schafft es zum dritten Mal in das Register. Bereits 2023 und 2025 fanden das „Super Mario“-Theme von Koji Kondo und der Soundtrack von „Minecraft“ Aufnahme. Insgesamt umfasst das Verzeichnis nun 700 Tondokumente.
Der „Doom“-Soundtrack erschien 1993 gemeinsam mit dem Kult-Shooter. Seine Heavy-Metal-Klänge untermalten die für die damalige Zeit außergewöhnlich brutale Action. Die Nationalbibliothek bezeichnet die Musik als Schlüssel zum Erfolg des Spiels. Komponist Bobby Prince ließ sich laut eigener Aussage von Bands wie Alice in Chains und Metallica inspirieren.
Die Bibliothek hebt zudem die technische Meisterleistung Prince‘ hervor. Angesichts der begrenzten Soundkarten seinerzeit setzte er MIDI-Frequenzen gezielt ein, um Musik und Soundeffekte sauber zu trennen und klar hörbar zu machen. Sein Soundtrack inspirierte ganze Generationen von Videospielkomponisten.
Auch die Soundtracks moderner „Doom“-Ableger bleiben dem Metal treu, jedoch ohne Beteiligung von Bobby Prince.
