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Google hat am Mittwoch das wöchentliche Browserupdate für Chrome veröffentlicht und schließt damit 79 Sicherheitslücken. 14 dieser Schwachstellen stuft der Hersteller als kritisches Risiko ein. Nutzer sollten das Update umgehend installieren, um potenzielle Angriffe zu verhindern.
In der Versionsankündigung listet Google die betroffenen Komponenten und die jeweiligen Schweregrade auf, ohne jedoch tiefergehende technische Details preiszugeben. Die Schwachstellen lassen sich in der Regel durch das Anzeigen manipulierter Webseiten ausnutzen. Kritische und hochriskante Lücken ermöglichen oft das Ausführen von Schadcode, das Ausbrechen aus der Sandbox oder das Abgreifen sensibler Daten.
Allein acht der kritischen Lecks basieren auf Use-after-free-Schwachstellen, bei denen Angreifer auf bereits freigegebene Speicherbereiche zugreifen und dadurch Schadcode einschleusen können. Hinzu kommen zwei Integer-Überläufe, ein Heap-basierter Pufferüberlauf, eine unzureichende Prüfung von Nutzereingaben, ein Problem mit dem Objekt-Lebenszyklus sowie eine Race Condition in der Payments-Komponente, die bei Google Pay zum automatischen Ausfüllen von Kreditkarteninformationen genutzt wird.
Weitere 37 Lücken bewerten Googles Entwickler mit dem Risiko „hoch“, 28 immerhin noch als „mittel“. Erfreulicherweise erwähnt der Hersteller nicht, dass eine dieser Schwachstellen bereits in freier Wildbahn attackiert wird. Dennoch sollten Anwender von Chrome und Chromium-basierten Browsern zeitig prüfen, ob die Updates bereits angewendet wurden.
Konkret bügeln die Versionen 148.0.7778.167 für Android, 148.0.7778.166 für iOS, 148.0.7778.167 für Linux sowie 148.0.7778.167/168 für macOS und Windows die sicherheitsrelevanten Fehler aus. Der Update-Versionsdialog öffnet sich über das Browser-Menü unter „Hilfe“ und „Über
Unter Linux erfolgt die Aktualisierung in der Regel über die distributionseigene Softwareverwaltung. Chromium-basierte Browser wie Microsofts Edge dürften ebenfalls in Kürze Sicherheitsupdates erhalten. Zum Zeitpunkt der Meldung stand jedoch noch kein entsprechender Eintrag auf Microsofts Auflistung der Sicherheitsupdates.
In der Vorwoche hatte Google sogar noch mehr Sicherheitslücken behoben, insgesamt 127 Stück, allerdings waren nur drei davon als kritisch eingestuft. Das aktuelle Update zeigt damit eine deutlich höhere Anzahl kritischer Schwachstellen, was die Dringlichkeit der Installation unterstreicht.
Nutzer sollten daher nicht zögern und das Update unverzüglich einspielen. Ein Aufschub erhöht das Risiko, Opfer von gezielten Angriffen zu werden, insbesondere wenn die Lücken von Angreifern analysiert und ausgenutzt werden.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass Google seine Bemühungen zur frühzeitigen Erkennung und Behebung von Sicherheitslücken fortsetzt. Die regelmäßigen Updates sind ein zentraler Bestandteil des Schutzes für Millionen von Anwendern weltweit.
