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United Internet ist gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Während die Konzernschwester Ionos die Börse mit starken Zahlen überraschte, zeigte sich der Mobilfunkbereich 1&1 beim Netzausbau weiter verhalten. Die Muttergesellschaft profitiert dennoch von den Zuwächsen im Cloud- und Hostinggeschäft.
Bei 1&1 stieg der Umsatz leicht auf 1,1 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn (EBIT) wuchs dank entfallener Abschreibungen im Jahresvergleich um 27 Prozent auf knapp 58 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) und die Kundenzahl blieben dagegen auf Vorjahresniveau. Insgesamt trüben der langsame Netzausbau und die stagnierenden Kundenzahlen das Gesamtbild.
Mit eigenen Antennen erreicht 1&1 inzwischen 29 Prozent der deutschen Haushalte (Stand: Ende März) – zwei Prozentpunkte mehr als drei Monate zuvor. „Bis 2030 muss 1&1 mindestens 50 Prozent der Haushalte erreicht haben, so verlangen es die mit der Frequenznutzung verbundenen Ausbaupflichten“, teilte das Unternehmen am Dienstag in Montabaur mit.
Die Antennen stehen bisher vor allem in dicht besiedelten Städten. Wo 1&1 keine eigenen Antennen hat, nutzen die Kunden das Netz von Vodafone. Zum Jahreswechsel verzeichnete 1&1 in Deutschland rund 2000 aktive Antennen. Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Zuwachs von durchschnittlich 300 neu aktivierten Standorten pro Quartal.
Konzernschwester Ionos weist für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 5,7 Prozent auf rund 348 Millionen Euro aus. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigerte Ionos um knapp 5 Prozent auf 118 Millionen Euro. Mit beidem übertraf das Unternehmen die Erwartungen. Die Zahl der Kunden stieg um rund 180.000 auf 6,81 Millionen.
Die Mutter United Internet verzeichnet für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 2,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro bei einer Steigerung des Ebitda um 2,4 Prozent auf 332 Millionen Euro. Insgesamt steigerte United Internet die Zahl der im Konzern geführten Kundenverträge im Vergleich zum Vorjahr um 380.000 auf nunmehr 30,1 Millionen.
Das Unternehmen bestätigt seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet weiterhin einen Umsatzanstieg auf rund 6,25 Milliarden Euro. Der Konzern zeigt sich zuversichtlich, die gesteckten Ziele trotz der Herausforderungen im Mobilfunkbereich erreichen zu können.
Insgesamt präsentiert sich United Internet robust: Während 1&1 vor allem beim Netzausbau Zeit benötigt, treiben die starken Geschäfte von Ionos den Konzern voran. Die gemischte Entwicklung spiegelt die unterschiedlichen Dynamiken der beiden Töchter wider.
