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KI als Chef-Ersatz: 29% der Beschäftigten sehen Potenzial

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Jonas Fischer
Technologie - 18 Mai 2026

Fast jeder dritte Beschäftigte in Deutschland hält seinen direkten Vorgesetzten für entbehrlich, sobald eine künstliche Intelligenz dessen Aufgaben übernehmen könnte. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen ab 16 Jahren.

Konkret gehen 29 Prozent der Erwerbstätigen davon aus, dass ihr Chef durch KI ersetzt werden könnte. Die eigene Tätigkeit schätzen dagegen nur 23 Prozent als weitgehend automatisierbar ein. Gleichzeitig berichten 22 Prozent der Befragten, dass ihr Arbeitgeber Stellen aufgrund von KI nicht mehr nachbesetzt oder bereits abbaut.

Bitkom-Geschäftsleitungsmitglied Susanne Dehmel sieht in der Technologie eine Antwort auf den demografischen Wandel: „Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI wird eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein.“

Unternehmen und Politik müssten die Gesellschaft auf die neue Arbeitswelt vorbereiten und Beschäftigte gezielt qualifizieren, fordert Dehmel weiter. Nur so lasse sich das Potenzial der Technologie heben und Ängste vor Arbeitsplatzverlusten abbauen.

In vielen Betrieben gehören KI-Werkzeuge bereits zum Alltag: 38 Prozent der Erwerbstätigen haben über den Arbeitgeber Zugriff auf entsprechende Anwendungen. Davon nutzen 27 Prozent diese aktiv, während 11 Prozent den Zugang ungenutzt lassen.

Der HR-Monitor 2026 der Unternehmensberatung McKinsey zeichnet ein ähnliches Bild: Die regelmäßige Nutzung von KI am Arbeitsplatz hat sich in Deutschland binnen eines Jahres von 19 auf 38 Prozent verdoppelt. Das Tempo der Einführung übersteigt jedoch die Weiterbildung der Beschäftigten.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt zudem, dass die Hälfte der befragten Unternehmen einen hohen oder sehr hohen Qualifizierungsbedarf im Umgang mit KI sieht. Besonders groß ist die Lücke bei kleinen Betrieben.

Während fast jedes zweite Großunternehmen (49 Prozent) bereits KI-Schulungen angeboten hat, liegt der Anteil bei kleinen Unternehmen bei lediglich 21 Prozent. Hier besteht erheblicher Nachholbedarf, um alle Beschäftigten auf die digitale Transformation vorzubereiten.

Für die Erhebung befragte Bitkom Research im Februar und März 2026 telefonisch 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 550 Erwerbstätige. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
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