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Die Halterin des am Sonntag bei Leipzig entlaufenen Tigers weist jede Verantwortung für den Vorfall zurück. Gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ erklärte die Dompteurin Carmen Zander: „Ich habe nichts falsch gemacht. Meine Helfer sind zu 100 Prozent instruiert. Ich verstehe nicht, was hier passiert ist.“ Sie selbst war zum Zeitpunkt des Ausbruchs nicht vor Ort.
Ein ausgewachsener männlicher Tiger war am Sonntagmittag aus der Anlage in einem Gewerbegebiet in Dölzig nahe der Autobahn 9 entkommen. Dabei erlitt ein 72 Jahre alter Helfer der Dompteurin schwere Verletzungen. Die Polizei erschoss das Tier im Bereich einer Kleingartenanlage. Nach Behördenangaben lebten in dem Gehege bis zu dem Ausbruch neun Tiger.
Zander betonte die Sicherheitsvorkehrungen: „Ich kenne meine Anlage in- und auswendig. Ich werde regelmäßig durch die Behörden kontrolliert. Das hier ist alles sehr sicher.“ Sie hoffe auf eine schnelle Genesung des verletzten Helfers. Nur er wisse, was genau vorgefallen sei: „Nur er kann mich entlasten“, sagte die Frau. Ihr größtes Ziel sei es, ihre Tiere nicht zu verlieren.
Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen ein. Der schwer verletzte 72-Jährige war nach dem Unglück zunächst vernehmungsfähig. Die Behörden prüfen nun, ob Sicherheitsauflagen missachtet wurden.
Der Fall wirft erneut Fragen zur Haltung von Großraubtieren in Privathand auf. Tierschutzorganisationen fordern schärfere Kontrollen und strengere Auflagen für private Exotenhalter. Die Ermittlungen dauern an.
