SwitchBot Kata Friends: KI-Kuschelroboter mit App-Steuerung

3 minutes reading View : 1
Avatar-Foto
Jonas Fischer
Technologie - 18 Mai 2026

Auf der IFA 2025 sorgte eine Welle KI-gestützter Spielzeugroboter für Aufsehen – nun rollt diese Innovation auf deutsche Smart Homes zu. Der Hersteller SwitchBot, bislang vor allem für praktische Smart-Home-Produkte wie Saugroboter bekannt, steigt mit zwei Kuschelrobotern der Serie Kata Friends in eine neue Kategorie der Heimrobotik ein.

Ab dem 12. Mai können Interessierte auf der Herstellerwebsite zwei optisch unterschiedliche Modellvarianten namens Noa und Niko zum Preis von je 600 Euro vorbestellen. Die Geräte sind als robotische Kuscheltiere konzipiert, die flauschiges Fell mit einem umfangreichen elektronischen Innenleben kombinieren.

Die KI-Haustiere von SwitchBot verfügen über zwei Displays in Form von Knopfaugen, deren Irisfarbe sich per App anpassen lässt. Eine Kamera dient als Stummelnase, während Arme und Ohren von Motoren zum Wackeln gebracht werden können. So entsteht ein täuschend lebendiger Eindruck.

Die Bewegung der Roboter erfolgt auf drei Rädern; gestartet wird sie durch Winkegesten, Sprachkommandos oder einen Druck auf eine Sensortaste am Kopf. Zwölf Drucksensoren unter der flauschigen Kunstfellhülle reagieren zuverlässig auf Berührungen und ermöglichen eine interaktive Nutzung.

Mit entsprechender Erlaubnis patrouillieren die KI-Haustiere auch eigenständig durch die Wohnung. Nehmen sie eine Stimme wahr oder erfassen sie optisch eine Person, reagieren sie mit babyhaftem Gebrabbel. Morgens begrüßen die Geräte Aufwachende neben dem Bett, abends warten sie brav hinter der Eingangstür, um Heimkehrende zu empfangen.

Ein Laserdistanzsensor verhindert Kollisionen mit der Einrichtung sowie Abstürze von Treppenabsätzen. Die Energie beziehen die Spielzeugroboter aus einem eingebauten Akku; ist dieser fast leer, suchen sie selbstständig ein Ladedock auf.

Steuerbefehle in Sprach- oder Gestenform verarbeitet ein lokales Large Language Model (LLM) auf dem Gerät. Der Chatmodus der KI-Haustiere läuft hingegen cloudbasiert. Wo genau die Fotos und Videos gespeichert werden, die das Gerät auf Wunsch aufnimmt, ließ der Hersteller offen.

Abgesehen von der Konfiguration über die SwitchBot-App haben die Kata Friends wenig mit den anderen Geräten des Herstellers gemein. Eine geplante Funktion könnte diese Lücke schließen: SwitchBot arbeitet daran, die Spielzeugroboter zu rollenden WLAN-Gateways aufzurüsten, die etwa benötigt werden, um Bluetooth-Sensoren, Vorhangmotoren und Heizthermostate des Herstellers mit dem Heimnetz zu verbinden.

Zudem sollen die Roboter nach einem Firmware-Update wie ein Smart Speaker Sprachbefehle umwandeln können, um weitere Smart-Home-Geräte zu steuern. Ein konkreter Erscheinungstermin für diese Erweiterung wurde jedoch nicht genannt.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
Share Copied