iCloud+ E-Mail-Adresse verbergen: Nützlich, aber mit Usability-Schwächen

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Sarah Hoffmann
Technologie - 17 Mai 2026

Wer bei Apple für zusätzlichen Cloud-Speicherplatz zahlt, erhält mit iCloud+ automatisch eine Reihe weiterer Funktionen. Dazu gehört die besonders beliebte Option „E-Mail-Adresse verbergen“ (ursprünglich „Hide my E-Mail“). Die Idee dahinter: Auf Apple-Geräten kann man mit wenigen Klicks eine neue E-Mail-Adresse generieren, die dann auf das Hauptkonto weitergeleitet wird.

Diese Funktion ist vor allem nützlich, wenn man sich bei E-Commerce-Angeboten oder anderen Websites anmeldet und befürchtet, darüber Spam oder unerwünschte Werbung zu erhalten. Mit „E-Mail-Adresse verbergen“ kann man einen solchen Account später einfach abschalten, wenn er stört.

Das Problem: Die mittlerweile fünf Jahre alte Funktion wurde von Apple seither kaum verändert. Sie hat daher leider einige Schwächen in der Benutzerfreundlichkeit, die im Alltag immer wieder auffallen.

Einfach ist die Nutzung nur, wenn ein Web-Angebot oder eine App den zusätzlichen Dienst „Mit Apple anmelden“ unterstützt. In diesem Fall reicht ein weiterer Klick. Soll jedoch nur „E-Mail-Adresse verbergen“ verwendet werden, hängt die Einfachheit stark vom verwendeten System ab.

Auf iPhone und iPad kann man in Safari, Apple-Apps sowie bestimmten Drittanbieter-Apps die neue Adresse beim Anlegen von Accounts per Klick oberhalb der Tastatur auswählen. Diese Integration ist jedoch nicht konsistent.

Andernfalls ist stets ein Ausflug in die Systemeinstellungen unter Apple Account und iCloud notwendig. Nur dort lassen sich konsistent neue Adressen anlegen und bestehende verwalten. Dieser Umweg ist umständlich und unterbricht den Workflow.

Unter macOS wird „E-Mail-Adresse verbergen“ noch seltener angezeigt. Selbst in Safari taucht die Option oft gar nicht auf. Auch alternative Browser wie Chrome, die mittlerweile iCloud-Passwörter unterstützen, bieten diese Funktion nicht.

Hinzu kommt, dass die Verwaltung über die Systemeinstellungen wenig benutzerfreundlich ist. Auswahl, Anlegen und Suche nach bestehenden Adressen sind kompliziert; auf dem Mac wird etwa ein Overlay eingeblendet. Die neue Adresse landet zudem nicht automatisch in der Zwischenablage. Gar nicht möglich ist aktuell, eigene Domains für „E-Mail-Adresse verbergen“ zu verwenden, obwohl iCloud solche Custom Domains längst unterstützt.

Alles in allem wirkt „E-Mail-Adresse verbergen“ trotz seiner Nützlichkeit nach wie vor unfertig. Vor allem verwundert es, warum Apple mit all den Updates für iOS, macOS und Co. über das letzte halbe Jahrzehnt praktisch keine Veränderungen vorgenommen hat. Immerhin: Im täglichen Gebrauch ist die Funktion zuverlässig und hilft effektiv gegen Spam.

📝 Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung basierend auf Inhalten von Heise Online umgeschrieben.
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